oder wie man sich selbst aus dem Gespräch schießt.
Klar, war nicht so gemeint.
Du wolltest nur ein bisschen sticheln. Lockere Runde, lockerer Spruch:
„Du isst so langsam, dass ich nicht sicher bin, ob die Mindesthaltbarkeitsdaten der Zutaten nicht während des Essens ablaufen.“
Alle lachen.
Außer einer Person. Die zieht sich zurück. Still. Betreten.
Du denkst: Na toll – ist doch nur ein Spaß gewesen!
Aber vielleicht hat dieser „Spaß“ gerade etwas getroffen, das Du nicht sehen kannst.
Essstörung. Krankengeschichte. Irgendein alter Schmerz.
Und nein – Du hättest das nicht wissen können. Aber genau deshalb ist der Satz „Stell Dich nicht so an“ so daneben.
Denn er heißt übersetzt:
„Ich bin nicht bereit, Deine Realität gelten zu lassen, weil sie nicht in meine passt.“
Besser:
„Hey, tut mir leid, dass ich dir mit meinem Spruch zu nah gekommen bin – das war echt nicht meine Absicht.“
Nicht entschuldigen – Du hast nichts falsch gemacht.
Aber zeigen, dass Du die Wirkung ernst nimmst.
Denn wer sich nicht für die Wirkung interessiert, verliert auf lange Sicht jeden Draht zum Gegenüber.
Und das ist schade.
Auch für richtig gute Pointen.




